GESCHICHTE / CHRONIK

Gründung und Entstehung der Stadtwerke Schwaz

 

Das Elektrizitätswerk am Vomperbach (E.a.V.) wurde privat durch deutsche Geschäftsleute aus der Nähe von Nürnberg gegründet:  Carl Mezger aus Tischenreuth/Bayern und sein Schwager

Gottlieb Zischer (Prokurist und Geschäftsführer der E.a.V. bis 1923)

 

Am 22. September 1895 wurde der Servitutsvertrages mit Grundbesitzern am Vomperbach abgeschlossen.

 

Der tatsächliche Bau des E-Werks erfolgte in den Jahren 1896 bis 1897.

Bei der Gründung im Jahr 1897 war das E-Werk am Vomperbach eines der ersten E-Werke in Tirol und gleichzeitig

das erste E-Werk mit Drehstromtechnik in Tirol.

1897 Bau des E-Werks a.V., Gründung der Aktiengesellschaft: Elektrizitätswerk am Vomperbach AG.

Die Aktien im Wert von 700.000 Kronen befanden sich zum Großteil in deutschem Besitz.

 

Spätherbst 1898: Eröffnung des Betriebes

15. Dezember 1898: Konstituierende Gesellschafterversammlung

Ab 1898 wurde das Installationsgeschäft vom E-Werk in Eigenregie ausgeführt, zuvor von der Firma Gross & Bohrer aus Bamberg/Deutschland

 

Von seiner Inbetriebnahme an versorgte das neue Elektrizitätswerk nicht nur Schwaz, sondern auch Solbad Hall mit Strom. In den nächsten Jahren wurden weitere Gemeinden an der Reichsstraße - wie Pill, Weer, Kolsass, Wattens, Fritzens und Volders - an das Netz angeschlossen.

 

Ab 1900 wurde das Versorgungsgebiet um Igls, Aldrans und Lans erweitert.

 

1908/09 Bau des Verwaltungsgebäudes in der Swarovskistraße:

Ein qualitätsvolles Beispiel der Architektur der Jahrhundertwende (Heimatstil) mit zahlreichen baukünstlerisch wertvollen Details, z.B. Relief des Schwazer Bildhauers Ludwig Penz, das die personifizierte Elektrizität darstellt.

 

Der Stromvertrag mit Hall lief im April 1913 aus.

ab 1914 Die wirtschaftliche Lage der Abnehmer und der Erste Weltkrieg ließen die Einnahmen stark zurückgehen.

 

1923/24  Erwerb des E-Werkes am Vomperbach durch die Stadt Schwaz (100 % der Aktien)

1925/26  Stromliefervertrag mit der TIWAG für Stromlieferungen vom und zum Achenseewerk

1926/27  Bau einer 25 kV-Leitung und des Umspannwerkes „Archengasse“ für die Verbundwirtschaft mit dem Achenseewerk

1926-1930 allgemeine Einführung von Stromzählern

1927  Beteiligung an der Patscherkofelbahn. Man erhoffte sich große Gewinne von dieser ersten Seilbahn Tirols,

           leider wurde es ein großer Verlust für die Stadt Schwaz. Die letzte Kreditrate wurde erst 1982 getilgt.

 

Die Jahre 1929 und 1930 waren für das E-Werk Schwaz Krisenjahre:

  • Hochwasser zerstörte Teile der Werkanlagen am Vomperbach
  • das Patscherkofelbahn Experiment
  • Absatzschwierigkeiten im Versorgungsnetz.
  • Arbeitslosigkeit, Firmenzusammenbrüche, Ausgleiche und Konkurse führten zur Armut weiter Bevölkerungskreise. Viele
  • konnten den Strom nicht mehr bezahlen, auch Gemeinden wie Stans, Vomp und die Mittelgebirgsgemeinden kündigten ihren
  • Strombezug.
  • Es gab Betriebsreduktionen der angeschlossenen Industrien .
  • Nach 1926 übernahmen die „Kraftwerke am Weer- und Schlossbach des F. Haim“ die Versorgung der Firma D. Swarovski
  •  in Wattens.

 

Es gab Strom im Überfluss und keiner wollte ihn haben.

Das Elektrizitätswerk machte Werbeaktionen, um den Absatz von Elektroherden zu steigern wie zum Beispiel:

 

Werbeslogan 1935:

“Das Werk gibt Strom im Überfluß, man kann ihn nützen nach Genuß, denn das ist nicht vielleicht ein Scherz,

man zahlt doch nur den heurigen März“

 

1936 Der 100. Elektroherd wurde mit Festwagen und in Begleitung der Musikkapelle ausgeliefert.

 

Aber auch diese Aktionen brachten keine Besserung der Finanzlage. Am Schluss musste die Stadt in Ausgleich treten und erhielt einen Amtsverwalter anstelle des Bürgermeisters.

 

ab 1938 Umstellung des Niederspannungsnetzes von 150 Volt auf 380/220 Volt

ab 1940 Ausbau der Elektrifizierung des Schwazer Umlandes, besonders Arzberg, Zintberg, Nieder- und Hochpillberg

1941      Abtretung des Versorgungsgebietes „Innsbrucker Mittelgebirge“ an die Innsbrucker Stadtwerke

 

Wichtige Ereignisse in den 1960er Jahren:

1959/60   Bau des 2. Kraftwerkes Vomperbach Unterstufe: Wasserfassung beim Krafthaus Vomperbach Oberstufe,

 zwei Francis-Turbinen, Leistung 1.680 kW

1960        Zusammenschluss des Schwazer E-Werks mit dem Wasserwerk und dem Kanalwerk = Stadtwerke Schwaz

Bau des 110/25-kV Umspannwerks der TIWAG

Ausbau der Wasserversorgung mit Hochbehälter Kraken und Tiefbrunnen Sportplatz

Entfall der Tirolia Werke als Stromabnehmer wegen Anschluss an das Netz der TIWAG

1.  und 2. Bauabschnitt des Kanalprojekts

Fertigstellung des Umspannwerkes Ost

 

Wichtige Ereignisse in den 1970er und 80er Jahren

1971        Inbetriebnahme der mechanischen Kläranlage

1972/73  Eröffnung des Bauhofs in der Hermine-Berghofer-Straße (heutiger Standort)

 

Wichtige Ereignisse in den 1970er und 80er Jahren Umbau des Stromnetzes von Freileitungen auf Erdverkabelung

1975-1977 Bau der neuen Oberstufe am Vomperbach: Erhöhung der Fallhöhe um den Faktor 3,5

1976-1979 Bau der vollbiologischen Kläranlage

1982  Gründung des Abwasserverbandes Schwaz u.U. gemeinsam mit den Gemeinden Pill, Stans, Terfens, Vomp u. Weerberg

1983  Inbetriebnahme des Wasserkraftwerks am Pillbach;

1988/89 Bau des Trinkwasserkraftwerks Pertrach

 

Wichtige Ereignisse in den 1990er Jahren

1991  Gründung der „Erdgas Schwaz Gesellschaft m.b.H.“

1993 Zuständigkeit der Stadtwerke für die Organisation des öffentlichen Personennahverkehrs (Citybus) in Schwaz

1995  Errichtung der Stadtgarage durch die Stadtwerke

1995  Errichtung einer Leitstelle für die Überwachung und Steuerung der Stromverteilungsanlagen

1997  Neubau Werkstätte, Büro, Garagen beim Kraftwerk Vomperbach Oberstufe

1997  Fertigstellung des Neubaus der Abwasserreinigungsanlage (Investitionskosten 18 Millionen Euro)

1997  totaler Umbau (Modernisierung) des Umspannwerkes Ost

Errichtung des Trinkwasserkraftwerks Kraken
Kanalisierung des Zintberges

1998  Umwandlung der Stadtwerke Schwaz in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit der Stadt Schwaz als 100 %

 Eigentümer

1999  Gründung der Energie West GmbH, Anteil Stadtwerke Schwaz 10 %

 

Die Stadtwerke gehen in das neue Jahrtausend:

2000  Ausstieg aus der Erdgas Schwaz GmbH

2001  Liberalisierung des Strommarktes

2003  Sanierung der Bachfassung des Kraftwerkes Vomperbach; Alte Oberstufe – die baulichen Anlagen und der Stahlwasserbau wurden komplett erneuert.

2004  Inbetriebnahme Biomasseheizzentrale für Schulzentrum Ost u. Kirche St. Barbara

2004  Geschäftsbereich Informationstechnologie mit der Marke schwaz.net

Anschluss des 1. Internetkunden an das World Wide Web im Dez. 2004

2005  Stadtwerke Schwaz übernehmen 99 % der Schwazer Kommunalbetriebe GmbH (SKB),

1 % verbleibt bei der Stadt Schwaz

Ausbau Abwassertrennsystem; Stadtplatzentwässerung

2005  Verkauf der „Villa“ in der Swarovskistraße an Tyrolit.

2005  Erste Großrevision des Kraftwerks am Pillbach

2006 – 2009 Verwaltung und Kundencenter in Miete am Tirolack-Areal in der Münchnerstraße 48

2006  Planungsbeginn für den Bau einer neuen Firmenzentrale, Architekturwettbewerb

2008 Inbetriebnahme des Trinkwasserkraftwerkes Stupbachquelle, Vomp

2009 im März Übersiedlung in die neue Firmenzentrale

2009 Erneuerung der Leitstelle – Umschaltung aller Anlagen der Wasser- und Stromversorgung auf das neue Leitsystem

2009  im November: Eröffnungsfeier neue Firmenzentrale

2010 Fertigstellung neues Krafthaus Vomperbach Oberstufe, neuer Maschinensatz mit Peltonturbine und Synchrongenerator;

Andrehfeier im Februar, (Ersatz der im Jahr 1977 in Betrieb genommenen Maschinensätze)

März 2010 Eröffnung MCI-Kompetenzzentrum für Biomasseverstromung mit Versuchsanlage in der ARA

April 2010  Fertigstellung Lagergebäude

März 2012 Beteiligung an der StayInn Hotel GmbH & Co KG als Kommanditistin (12,5%)

2012-2014 Errichtung des Photovoltaikparks im Bereich Firmenzentrale und ARA

 

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24 h Bereitschaftsdienst Tel. +43 5242 6970

 

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